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Neues Mentor-Projekt „Güven – Vertrauen“
Nachdem ich 2004 beim Bundeskongress der TGD (Türkische Gemeinde in Deutschland e.V.) in Berlin den Ausführungen der geschätzten Frau Prof. Ingrid Haller lauschen durfte, fasste ich den Entschluss, meine schon lange gehegte Idee eines Mentoring-Projekts in die Tat umzusetzen. Durch ein zufällig darauf folgendes längeres Telefonat mit dem damaligen Vorsitzenden der BSH (Bürgerstiftung Hamburg), Herrn Dr. Klaus Rollin, hatte ich anscheinend den geeigneten Partner für mein Projekt gefunden und ihn spontan dafür gewinnen können. Von da an dauerte es jedoch trotzdem noch einige Jahre der Beharrlichkeit, die mir auch ein gewisses Durchhaltevermögen abverlangte, bis ich auch den restlichen Vorstand der BürgerStiftung für dieses Projekt gewinnen konnte. Nach der Beschlussfassung begann die mehrmonatige Phase der Konzeptentwicklung, in der wir aus meinem Grobkonzept gemeinsam mit der BürgerStiftung und dem Regionalverband Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. ein neues Projekt aus der Taufe heben konnten:
Nach den Sommerferien 2008 starteten wir das Mentor- Projekt
„Güven – Vertrauen“.
Die Grundidee dahinter: Erwachsene Ehrenamtliche – mit einer guten Portion Lebenserfahrung im Handgepäck - begleiten als Mentoren Kinder mit Migrationshintergrund. So sollen Brücken zwischen den Kulturen gebaut und die Chancen der Kinder auf eine erfolgreiche Schulkarriere erhöht werden.
Zur Zeit läuft die Mentorensuche. Bei Interesse melden Sie sich gern bei uns!
Hintergrund: Geschichte des Initiators
Als mich meine Mutter Anfang der 70er Jahre nach über zwei Jahren der Trennung nach Deutschland holte, wohnten meine Eltern bei einem kinderlosen Ehepaar, das aus Pommern stammte, in Uelzen zur Miete. 
Bereits wenige Wochen später sind wir dann in die Nähe von Hamburg gezogen, wo ich eingeschult wurde.
Obwohl ich damals noch kein Deutsch sprechen konnte, entwickelte sich in dieser kurzen Zeit eine enge, auf Vertrauen basierende Freundschaft, die heute noch fortlebt.
Dieses Vertrauensverhältnis war so groß, dass ich das Ehepaar Bauer bald ganz allein besuchen konnte.
Noch heute sehe ich genau vor mir, wie wir mit Onkel Walter zu seinen Bienenvölkern in der Lüneburger Heide fuhren, um dort Honig aus den Bienenstöcken zu sammeln und wie ich mit Tante Vera Marmelade zubereitete. Und wie ich diese dann beim gemeinsamen Frühstück mit echten pommerschen Salzbrötchen vom Bäcker nebenan genossen habe: Was für ein unwiederbringlicher Geschmack!
Ich habe mich von Anfang an bei dieser Familie wohl gefühlt, habe "dazugehört"; und dieses Grundvertrauen zeigte mir, dass ich auch hier in Deutschland dazugehörte und meinen Platz einnehmen kann. Dafür hat mir die Freundschaft mit Familie Bauer den Weg geebnet...

TGD Türkische Gemeinde in Deutschland e.V., Bundesvorstand
TGH Türkische Gemeinde in Hamburg e.V., Vorstand